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Innenliegende Dachentwässerung

Systembeschreibung

Die Anforderungen an innenliegende Dachrinnen sind in den Normen SIA 232 und in den Richtlinien + Wegleitung Dachentwässerung der suissetec/Ausgabe 2004 geregelt (D: DIN 1986 -Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke). Ist die Ausführung einer innenliegenden Entwässerung unumgänglich, sind diese Regeln unbedingt einzuhalten.

  • Mindestens doppelt so viele Abläufe wie rechnerisch erorderlich
  • Rinnendimensionierung muss handwerksgerecht sein
  • Trichterförmige Einläufe sind den zylindrischen hydraulisch und scmutztechnisch vorzuziehen Trichter
  • Bei flachgeneigten Dächern zur Ermöglichung einer Querbelüftung sind unterseitig mind. 30 cm Abstand zur Dämmung einzuhalten
  • Dehnungsabstände beachten. Zwischen 2 Dehnungselemente 5 m, ab Enden und Gehrungen 2.5 m
  • Das Planen eines Rinnengefälles (≥ 5 mm/m) erhöht die Funktionssicherheit der Entwässerung und den Reinigungseffekt  der Rinne
  • Wegen Vereisungsgefahr, in kalten Regionen und Nordseitig außenliegende Abläufe vermeiden oder Rinnen- Rohr-Heizung vorsehen
  • Thermostatgesteuerte Rinnenheizung und Schneefangsystem vorsehen
  • Abschluss von Wartungsverträgen

 

Dimensionierung

  • Dachentwässerungssysteme müssen auf ausreichende Dimensionierung hin, hydraulisch berechnet werden.
  • geltende DIN Normen und Regelwerke sind unbedingt zu beachten:

    DIN EN 12 056-3
    Schwerkrafttwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden, Teil 3 - Dachentwässerung, Planung und Bemessung

    Richtlinie "Dachentwässerung, suissetec/2004
    Wegleitung "Dachentwässerung" suissetec  
    Fachinformationen der suissetec
    Bemessung von vorgehängten und innenliegenden Rinnen 

Gegenüber der bislang gültigen pauschalen Rinnenberechnung, müssen vorgehängte wie auch innenliegende Dachentwässerungssysteme, seit 2004 anhand einer hydraulischen Berechnung auf ihre ausreichende Dimensionierung hin berechnet werden. 

Vorgehängte Dachentwässerungssysteme werden aus wirtschaftlichen Gründen und zur Sicherstellung der Selbstreinigungsfähigkeit für ein mittleres Regenereignis bemessen. Für schweizerische Verhältnisse wird mit einer Regenspende von 0.03 l/s/m2 gerechnet. Je nach Region kann eine bis zu 25-50% höere Regenspende auftreten. Die Berechnungsregenspenden sind bei den örtlichen Behörden oder ersatzweise beim Wetterdienst zu erfragen.

In die hydraulische Berechnung fließen weiterhin die im Grundriss projizierte Niederschlagsfläche, und der Abflussbeiwert von Dachflächen ein, der die zeitliche Verzögerungen zwischen Regenwasserspende und tatsächlichem Abfluss berücksichtigt. Einflussfaktoren wie Rinnenlänge, Rinnenwinkel, Laubfangkörbe und Fallleitungsverziehungen die zur Reduzierung des Abflussvermögens führen können, sind ebenfalls in den genannten Normen und Regelwerken aufgeführt, und müssen in der Berechnung berücksichtigt werden.

Für die Bemessung von Dachentwässerungsanlagen, bietet suissetec mit der Wegleitung "Dachentwässerung" Bemessungsprogramme an, welche die Berechnungen vereinfachen.

 

Sicherheitsrinne aus RHEINZINK
 

  • grundsätzlich ist eine Sicherheitsrinne vorzusehen
  • ausgeklebte Sicherheitsrinne
  • Sicherheitsrinne aus RHEINZINK

Eine innenliegende Dachentwässerung muss grundsätzlich mit einer Sicherheitsrinne ausgestattet werden. Sicherheitsrinnen können ausgeklebt oder aber aus Metall hergestellt werden. Eine  ausgeklebte Sicherheitsrinne kann  schon vor Beginn der Spenglerarbeiten anfallendes Regenwasser ableiten und  bietet darüber hinaus ein hohes Maß an Rückstausicherheit. Bei Verlegung der RHEINZINK-Rinne auf die ausgeklebte Sicherheitsrinne (Unterdachfolie o.ä.) ist es empfohlen, eine strukturierte Trennlage oder das strukturierte Geflecht davon einzulegen. Der Abstand zwischen Dachrinne und Sicherheitsrinne aus RHEINZINK sollte mind. 20 mm betragen. Jede Sicherheitsrinne ist mit eigenen Abflüssen ausgestattet um eventuell eindringendes Wasser sicher ableiten zu können. Der Anschluss an die Dachkonstruktion ist fachgerecht und sicher auszuführen, so daß auch bei Rückstau kein Wasser in die Dachkonstruktion eindringen kann.

 

Bewegungsausgleich

  • je nach Nenngröße sind Bewegungsausgleicher einzubauen

Um die temperaturbedingte Längenänderung von innenliegenden RHEINZINK-Rinnen zu gewährleisten, gelten folgende maximale dilatationsfreie Längen: zwischend Dehnungselemente 5 m, ab Enden und Gehrungen 2.5.

Von Ecken und Enden, also von Rinnenfestpunkten, ist der halbe dehnungsfreie Wert einzuhalten.

Besonders geeignet für die Bewegungsaufnahme an innenliegenden Rinnen, sind handwerklich gefertigte Schiebenähte aus RHEINZINK-NEOPREN-Band-Bewegungsausgleichern.

 

Längsgefälle

  • Die geltende Norm SIA 232 empfiehlt ein Gefälle von 1bis 5 mm/m. Die neuen EN-Normen und Richtlinien suissetec basieren auf eine waagerechte Montage. Ein Selbstreinigungseffekt tritt bei waagrechten Rinnen nicht ein. Stehendes Wasser in den Rinnen kann Pfützen und Schmutzflecken bilden, führt aber zu keinem erkennbaren Nachteil und stellt keinen Mangel dar. Bei waagrecht verlegten Rinne müssen die Rinnengeomerie, die Einläufe und die Notüberläufe bedürfnissgerecht dimentionert sein.

Innenliegende Rinnen sollten deshalb ehrer mit einem Mindestgefälle von 5 mm/m verlegt werden, um einen hohen Verschmutzungsgrad zu vermeiden und einer mangelhaften Wartung vorbeugen zu können.

 

Dachrinnenheizung

Es empfiehlt sich in kalten und Berggebieten, eine innenliegende Rinne mit einer Rinnenheizung auszustatten, um Vereisungen zu vermeiden.



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